Zwischenstationen
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Lesung
Autobiographie
Vladimir Vertlib
1 CD
70 Min.
Waku Word
2000
16,40
3-7022-2331-2
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Vladimir Vertlib
Der Zweite Weltkrieg ist beendet – Deutschland hat verloren. Die wahren Verlierer dieses Szenarios der Gewalt und des Tötens aber sind auch Jahre und Jahrzehnte später noch die jüdischen Vertriebenen. Die Eltern des in Russland geborenen Vladimir emegrieren mit dem fünfjährigen Jungen 1971 nach Israel. Gehen sie zunächst mit voller Begeisterung und mit Hoffnung auf ein bessseres Leben in diesen noch jungen Staat, werden sie doch schnell eines Besseren belehrt. Israel ist ein Behördenstaat, die Willkür und die Bevorzugung höhergestellter Persönlichkeiten behagt den russischen Einwanderern und zahlreichen anderen Israelis überhaupt nicht. So beginnt von neuem eine Odyssee, diesmal quer durch Europa. Auf ihrer "Flucht" nach Wien werden sie zu illegalen Einwanderern, immer von der Polizei gejagt und von der Abschiebung zurück ins verhasste Israel bedroht – eine schwere Zeit für den kleinen Vladimir, der in ärmlichen und räumlich stark beschränkten Verhältnissen aufwachsen muss. Wenn da nicht sein selbstbewusster Freund Viktor wäre!
Der autobiographische Roman schildert die Situation der jüdischen Bevölkerung in Europa in den 70er Jahren. Der Autor berichtet von selbsterlebten Ereignissen – in einer recht einfachen Wortwahl regt seine Geschichte zur Besinnung auf die Probleme jener Minderheit an, setzt Dramatisches in Absurdes um und dokumentiert so die oft sonderbaren Regieanweisungen des Lebens, denen sich jedes Machtregime und jeder einfache Mensch zu fügen hat. Vladimir Vertlib liest selbst – sogar recht gut, obwohl kein ausgebildeter Sprecher. Kleines Manko: Die Tracks sind mit 49 und 21 Minuten viel zu lang geraten.
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