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Unten am Fluss

TypHörspiel
ThemaFabel / Tiere
AutorRichard Adams
Umfang4 MCs
Laufzeit276 Min.
Verlagder hörverlag
Erscheinungsjahr1994
Preis21,90
ISBN3-89584-226-5
BestellungBuchsv.de (portofrei)
oder Amazon.de (portofrei)
SprecherChristian Brückner u.a.


Inhalt

Ausführliche
Leser-Meinung:
siehe unten
Kaninchenjunge Fiver ist ein Seher. Eines Tages hat er die Vorahnung, dass ihm und seiner Sippe ewas Furchtbares zustoßen wird, wenn sie den heimischen Bau nicht auf der Stelle verlassen. Also macht er sich mit seinem Bruder Hazel auf, um das Gehege zu warnen. Aber nicht alle wollen auf sie hören. Nur einige Mutige machen sich auf die gefahrvolle Reise, um eine neue, sichere Heimat zu finden. Ein Kampf ums Überleben beginnt, denn die Gefahren für Kaninchen sind tausendfach. Viele Feinde stellen sich ihnen in den Weg: Dachse, Füchse, Habichte, wildernde Hunde und natürlich auch die Menschen.
Endlich auf Watership Down – einem hohen Hügel, von dem man eine besonders weite Sicht über das Land und sich nähernde Gefahren hat – siedeln sie sich an. Aber ihnen fehlen die Weibchen, die für den Fortbestand der Sippe nötig sind. Und so versuchen sie, einige Stallkaninchen der naheliegenden Farm zu überreden. Aber da bringt ihnen ein fliegender Freund eine Nachricht vom Nachbarbau, und der Kampf ums Überleben beginnt von Neuem.


Fazit

Top 20Schon nach den ersten Sätzen fühlt sich der Hörer mitten in die Kaninchenschar hineinversetzt. Wir durchleben die Gefahren und Ungerechtigkeiten, die den Geschwistern und ihren Freunden begegnen. Ein eindrucksvolles Hörspiel, das sehr gut in Szene gesetzt wurde. Sehr gute Sprecher und ausgefeilte Regie machen den Klassiker "Watership Down" zum Erlebnis. Fortpflanzungstrieb und Dominanzverhalten sind natürlich – aber die Natur kann grausam sein. Ein Tipp für Kinder und Kenner!

BewertungNote 1



Und was sagst du?

Sascha Hoppe hat eine ausführliche Bewertung geschrieben:

Nur zwei Tage habe ich gebraucht, um die vier Cassetten durchzuhören, denn das Hörspiel ist wirklich klasse! Ergänzend möchte ich zunächst einmal etwas zu der Qualität der Cassetten sagen, denn die sind meiner Meinung nach unter aller Kanone. Mein Tapedeck zeigt mir an, dass es sich um TYPE-I-Cassetten handelt, also wirklich billige Ferro-Bänder, was sich trotz Dolby B am heftigen Rauschen beim Hören mit Kopfhörern bemerkbar macht. Es ist mir ein Rätsel, warum so wunderbare Werke wie das vorliegende nicht zu verdienten Ehren gelangen und wenigstens auf einer guten Chromdioxid-TYPE-II-cassette ausgeliefert werden... Nun ja.

Für Kinder halte ich dieses Hörspiel nur bedingt geeignet, da sie durch viele ausgefallene Namen und Begriffe aus der Kaninchen-Mythologie verwirrt sein werden. Hier sind vielleicht eher die aktuellen KIOSK/Kiddinx-Vertonungen angebracht. Ich glaube nicht, dass ein Kind versteht, dass der große Friss ein Synonym für Gott, das schwarze Kaninchen für den Tod ist. Und selbst ich hatte teilweise Schwierigkeiten, die vielen Namen unter einen Hut zu bekommen, obwohl die Stimmen alle unterschiedlich genug sind, um wiedererkannt zu werden.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend, fantasie- und lehrreich, es wird viel über Werte wie Mut, Freundschaft, Moral und Freiheit vermittelt, was sich aber unauffällig durch die Geschichte zieht. Ich möchte ja auch nicht allzu viel über den Inhalt verraten. Sehr gefreut hat mich der Auftritt des Sprechers Jürgen Thormann (bekannt aus vielen EUROPA-Produktionen, z.B. Ram Man(Masters), mehrere Rollen in "Die drei ???" sowie als Sprecher der Telekom-Werbung usw.): Er ist ein wirkliches Genie und absolut wandlungsfähiges Stimmwunder. Hier ist er ein verlogenes Karnickel in einem "unheilvollen" Gehege, das die Gefährten zuerst besuchen.

Besonders ans Herz gewachsen ist mir allerdings der mutige, tapfere BigWig, der eine sehr lange Rolle hat und wirklich Abenteuerliches für seine Freunde leistet. Erstaunlich, dass der im Klappentext erwähnte Fiver eigentlich gar nicht so häufig auftaucht.

Am Schluss hat nun doch auch das schwarze Kaninchen einen Auftritt, der unter die Haut geht, und obschon Hazels letzte Reise eigentlich einen positiven Unterton hat und einen friedvollen Blick in die Zukunft gewährt, wundert es mich doch, wie es die öffentlich-rechtlichen Produktionen immer wieder schaffen, den Hörer irgendwie mit einer Träne im Auge und einer betrübten Stimmung zurückzulassen. Ähnlich wie beim "Herr der Ringe" fühlt man als Hörer irgendwie ein beklemmendes Gefühl des Verlassenseins am Ende des Hörspiels, so als ob noch der obligatorische "Drei-???-Schlusslacher" folgen müsste, hier aber nicht kommt.

Vielleicht hätte man am Schluss statt Brückners melancholischer Stimme noch eine kleine Szene aus Fivers Familie bringen können, um zu zeigen, dass mit der neuen Generation alles in Ordnung ist, und vielleicht hätte man dann am Ende auch die ansonsten schöne, aber doch traurige Piano-Melodie durch eine fröhlichere ersetzt.

Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt (außer den Medien an sich) an dieser ansonsten makellosen und abenteuerlichen Geschichte, die jeder Hörspielfreund im Schrank haben sollte. Insgesamt möchte ich das Hörspiel wirklich allerwärmstens empfehlen.


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