weiter

Der Klassik(ver)führer

TypMusik mit Lesung
ThemaSachbuch
AutorGerhard K. Englert
Umfang1 CD
Laufzeit73 Min.
VerlagJohannisthal
Erscheinungsjahr2001
Preis9,90
ISBN3-936196-00-1
Bestellungdirekt bei Amazon
SprecherWolfgang Schmidt


Inhalt

Lasst Euch verführen vom Zauber der klassischen Musik. Die Melodien zahlreicher bedeutender Komponisten kurz angespielt und kommentiert – zum Kennen- und Schätzenlernen. Ihr hört kurze Passagen der Höhepunkte aus Beethovens "Schicksalsmelodie", Brahms "Ungarischen Tanz", Bachs "Toccata und Fuge", Mozarts "Kleine Nachtmusik", Smetanas "Moldau", Dvoráks "Aus der Neuen Welt", Schumanns "Rheinische", Strauss' "Donner und Blitz" und vielen anderen.


Fazit

Ein Sachhörbuch, in dem der Autor die bekanntesten, beliebtesten und schönsten klassischen Werke großer Komponisten ausgewählt und sie im Schnellverfahren dem noch unwissenden Hörer vorstellt. Da der Klassik-Einsteiger – für den diese Art der Zusammenfassung gedacht ist – eben meistens noch sehr unwissend ist, kann auch der sehr gute Sprecher Wolfgang Schmidt nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kommentare zu kurz sind und leider zu wenig Hintergrundwissen vermitteln. Wir hätten uns für diese wirklich interessante Idee eine größere Ausführlichkeit gewünscht (siehe unten). Trotzdem ist für jeden, der schon einmal wissen wollte, von wem dieses oder jenes Stück stammt, der "Klassikverführer" ein eben solcher!

Bewertungjau!



Der Klassik(ver)führer – Band 2

In Band 2 sind die Anregungen begeisterter Käufer von Teil 1 eingeflossen. Erneut werden die Texte vom bekannten Heldentenor Wolfgang Schmidt gesprochen. Das Musikangebot reicht vom deftigen Auftakt mit der "Akademischen Festouvertüre" von Brahms über Vivaldis "Vier Jahreszeiten" als unvergänglicher Dauerbrenner unter den Lieblingsmusiken auch weniger versierter Klassikfreunde bis hin zum zünftigen "Radetzky-Marsch" in vitaler Militärgemütlichkeit.

Infos: 1 CD, 75 Min., 9,90 Euro, Bestellung über Buchsv.de (portofrei) / Amazon



Und was sagst du?

Kommentar vom Verlag: "Die Anregung, noch etwas mehr Informationen zu vermitteln, wird bereits beim 2. Band realisiert, der 'nur' 32 Themen enthält. Diese werden etwas länger angespielt, gleichzeitig sind auch längere Kommentare möglich. Der 'Klassik(ver)führer' kann und will allerdings das Anhören des kompletten Musikstückes sowie das aktive Sich-damit-Beschäftigen nicht ersetzen!"

Udo Reb meint dazu: "In Ihrem Fazit schreiben Sie, dass die Kommentare zu den einzelnen Themen zu kurz seien und zu wenig Hintergrundwissen vermitteln. Die von Ihnen gewünschte größere Ausführlichkeit bedeutet also mehr Kommentar, und das heißt bei der vorgegebenen Gesamtspieldauer einer CD vor allem weniger Themen.
Auch ich glaube, dass etwa 30 Themen völlig reichen, aber ich finde nicht, dass deshalb die Kommentare in ihrer Länge ausgedehnt werden sollten. Lieber wäre mir vielmehr, wenn die Themen etwas länger angespielt werden! Denn was lässt sich denn mehr an 'Hintergrundwissen' vermitteln, wenn ein Kommentar statt 30 Sekunden 60 Sekunden dauert?
Ist es denn nicht gerade die Stärke des 'Klassik(ver)führers', dass er nicht belehrend daher kommt, sondern gerade und sehr erfolgreich die Musik für sich selbst sprechen lässt, also vor allem Lust auf mehr Musik macht und sich überhaupt nicht anmaßt, einen Bildungsanspruch bedienen zu wollen, der sich in dieser Form überhaupt nicht erfüllen lässt? Denn mehr Kommentar geht auf Kosten der Musik, und wenn das wirklich etwas bringen soll, dann kann man locker - bei 6 Themen pro CD - ein Thema oder wenigstens einen Komponisten verbal über 10 Minuten traktieren. Und den Hörer gleich mit, denn eine solche CD wird schwerlich den Klassik-Einsteiger, sondern wohl eher den Klassik-Kenner interessieren.
Der Mittelweg zwischen Führung durch Kommentar und Verführung durch Musik ist sicher eine heikle Sache, und hier hat Dr. Englert ganz klar auf die Musik gesetzt und die Kommentare auf das Allernötigste beschränkt. Damit hat er meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung getroffen, denn die Kommentare 'verderben' die musikalische Wirkung der CD in keiner Weise, sondern fügen sich vielmehr sanft überleitend in den ununterbrochenen Hörgenuss ein, und so sollte es auch sein!
Unterhaltend, abwechslungsreich, spannend und selbst schön, so ist diese CD, die allen Leuten Spaß macht und sie zugleich zum Hören der Hauptwerke verführt und begeistert! Und das ist sie nur deshalb, weil klassische Musik unterhaltend, abwechslungsreich, spannend und selbst schön ist. Diese musikalische Erfahrung ihrem Hörer eindrücklich vermitteln zu können, darin besteht doch gerade die von dieser CD vermittelte Bildung, die musikalische Bildung als ästhetische Verführung zur klassischen Musik! Und bei dieser Komposition kann man sich schon immer wieder mal aufs Neue verführen lassen. Das ist die Hauptsache, und das muss man sehen. Daher meine Bitte an Dr. Englert: Lassen Sie das Konzept des 'Klassik(ver)führers' so, wie es ist!"

Hast du eine andere Meinung? Oder willst du was zum Hörbuch loswerden?



zurückweiter

[ Diese Seite drucken ] – [ Liste sortiert nach... Titeln | Autoren | Verlagen | Themen | Sprechern ]