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Ja uff erstmal – die Produktion

Die Macher und die Mitwirkenden sind erschöpft, aber glücklich: Sie haben den Karl-May-Roman in das ultimative Hörspiel des neuen Jahrtausends verwandelt: "Ja uff erstmal ... Winnetou unter Comedy- Geiern" ist ein Klassiker im Mammut-Pack, in der modernen, Zwerchfell erschütternden Umsetzung von Deutschlands Comedy-Häuptlingen.

1999 war es, da erinnerten sich Regisseur Klaus-Dieter Fröhlich und Jürgen von der Lippe, beide bekennende Karl-May-Fans, an eine Rarität, die seit über vier Jahrzehnten im Rundfunkarchiv des WDR schlummerte: "WINNETOU – nach Karl May frei für den Funk bearbeitet", war auf dem Deckblatt einer siebenteiligen WDR-Hörspielserie aus dem Jahre 1955 zu lesen, in der Hans-Jörg Felmy, Kurt Lieck und Kaspar Brüninghaus die Hauptrollen spielten.

Ihre Idee: Wie wäre es, wenn man die 45 Rollen des Hörspiels im Jahre 2000 mit den Oberindianern der deutschen Comedy besetzt? Als da wären: Jürgen von der Lippe, Rüdiger Hoffmann, Uwe Lyko alias Herbert Knebel, Mike Krüger, Bernd Stelter, Dirk Bach, Hella von Sinnen, Bastian Pastewka, Frank Zander, Till Hoheneder alias Till und Andreas Obering alias Obel.

Und die Spaßvögel dann in einem Hörfunkstudio einsperrt? Mit Manuskript in der Hand und unter der Androhung, sie müssten eine Sechs-Stunden-Sendung zustande bringen – sonst Marterpfahl! Die Millennium-Frage aller Winnetou-Fans begeisterte auch WDR-Fernsehredakteur Michael Bleichenbach und Georg Bungter vom WDR-Hörfunk. Aber es sollte 2 Jahre und 3 Monate dauern, bis es zum großen Showdown kam.

Mitte September war es soweit: Im idyllischen Köln-Bickendorf flogen Tomahawks, und den Beteiligten standen die Tränen vor Lachen in den Mokassins. "The Wild Bunch of German Comedy" ließ die Prärie erzittern, schwelgte an Lagerfeuern, heulte mit den Koyoten, dramatisierte das Leben und Sterben des größten jemals in Buchdeckeln gesperrten Indianers der Kulturgeschichte, bannte manch spontane Lachattacke gleich mit aufs Band. Dazu ließ Mel Kutay, Deutschlands Geräuschemacher Nummer 1, den Angriff der Kiowas und die Schüsse aus dem Henry-Stutzen akustisch aufleben.

Merke: Winnetou kann man eben nicht totkriegen ... Howgh!



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