weiter

Game Over

TypHörspiel
ThemaThriller
AutorPhilip Kerr
Umfang2 MCs
Laufzeit115 Min.
VerlagDerHörVerlag
Erscheinungsjahr1997
Preis16,50
ISBN3-89584-432-2
Bestellungdirekt bei Amazon
SprecherUlrich Pleitgen, Rufus Beck u.a.


Inhalt

Ein vollautonomes Hochhaus ist mit dem hochentwickelten, lernfähigen Zentralcomputer Abraham ausgestattet. Dieses volltechnisierte Gebäude, geschaffen vom Stararchitekt Richardson, wird alleine von der Maschine gesteuert. Fahrstühle, Heizungsanlage, sogar die Toilettenräume. Zu spät bemerken die Techniker, dass Abraham sich weiter entwickelt und selbstständig ein neues Computersystem - "Isaak" - geschaffen hat. Die Computerspezialisten sind verunsichert und beschließen, das neue System abzuschalten. Aber alles kommt anders. Der Computer sieht rot. Er nimmt 17 Geiseln und beginnt seinen Rachefeldzug. Immer mehr "Menschenspieler" sterben. Zitat: "Ein intelligentes Gebäude - das heißt: wer intelligent ist, hält sich fern davon."


Fazit

Beängstigender Technikthriller mit einem in der heutigen Zeit durchaus nachvollziehbaren Thema. Maschinen, die immer intelligenter werden und nach und nach die Macht übernehmen. Menschen sind nur noch Spielzeug und entbehrlich. In diesem temporeichen Hörspiel geschehen einige Morde, und viele davon sind nichts für schwache Nerven. Gut in Szene gesetztes Werk mit guten Sprechern. Nur die Computerstimme ist leider nur sehr schwer zu verstehen. Genauso gibt es Probleme mit der Verständlichkeit, wenn sich die Akteure etwa zehn Minuten durch eine geschlossene Türe hindurch unterhalten - sehr stark gedämpfter Ton und nur bei absoluter Konzentration und Stille zu verstehen. Für Hörer, die ewas Spannendes wünschen und an Technik interessiert sind.

Achtung: Vorsicht, Autofahrer: plötzlich erschreckend laute Geräusche!

Bewertungjau!



Und was sagst du?

Erstens Jens Albrecht meint dazu: "Euer Jau ist flau. Das Werk ist absolut spitze, sowohl vom Thema als auch von der Umsetzung. Dass die Computerstimme gewöhnungsbedürftig ist, stimmt. Aber möglicherweise haben die Macher dies ja vielleicht bewusst getan, sich dabei etwas gedacht - und nicht aus Versehen den Verzerrer zu stark hochgezogen. Natürlich muss man sich beim Hören solcher Werke etwas konzentrieren – dann versteht man auch, was gemeint ist. Der Daumen muss ganz klar nach oben!"

Zweitens Felix Oelmann: "Das mit dem 'Jau' geht schon in Ordnung. Die Handlung ist manchmal unverständlich (wenn man das Buch nicht kennt), und Rufus Beck als Ertrinkender ist schlichtweg peinlich. Dafür aber gute Soundeffekte (das Fahrstuhlgeräusch!) und sonstige Sprecher. Insgesamt empfehlenswert."

Zweitens Theresia Singer: "Also, hier meldet sich die Toningenieurin des Werkes zu Wort. Die Computerstimme wurde mit einer Software generiert, ist also kein Sprecher. Vor mittlerweile über 8 Jahren waren die Programme noch nicht sehr weit, und wir mussten dem Computer das 'Sprechen' beibringen. Dabei hatten die getippten Wörter zum Teil nichts mehr mit dem Originaltext zu tun: Die Software musste ganz schön ausgetrickst werden. Nicht immer ist uns das perfekt gelungen. Gelungen sind dafür wirklich die Fahrstuhlaufnahmen, für die ich waghalsige Momente im Fahrstuhlschacht zugebracht habe (hab mich wirklich abstürzen lassen über 10 Stockwerke in den sogenannten 'Fang', eine Auffangvorrichtung, die es als Sicherheit in jedem größeren Fahrstuhl gibt)."

Hast du eine andere Meinung? Oder willst du was zum Hörbuch loswerden?



zurückweiter

[ Diese Seite drucken ] – [ Liste sortiert nach... Titeln | Autoren | Verlagen | Themen | Sprechern ]