2 x 10 Tipps & Tricks
für eBay-AnfängerFür Käufer:
1. Außerhalb der Top-Zeiten kaufen: nicht gerade am Wochenende, sondern spätabends oder frühmorgens.
2. Profi-Verkäufer meiden: Die besten Schnäppchen macht Ihr bei unerfahrenen Anbietern. Hier werden andere Interessenten häufig durch kurze Beschreibungen und das Fehlen von Fotos abgeschreckt. Verschafft Euch per E-Mail selbst einen Eindruck vom Verkäufer, bevor Ihr zuschlagt.
3. Bewertungen analysieren: Positive Bewertungen sind normal. Ein Indiz für wirklich zufriedene Käufer ist die Art der Beschreibung: "Der beste eBay-Kontakt, den ich je hatte" ist besser als "alles okay".
4. Wichtig: Infos über das Produkt: Lasst nichts ungeklärt (Maße, Kaufdatum, genaue Farbe, Zustand usw.), und speichert den Schriftverkehr als Beleg, falls es hinterher doch einmal Streit gibt.
5. Zwischen den Zeilen lesen: "Wahrscheinlich original, doch sicher bin ich nicht – war ein Geschenk": Solche Formulierungen deuten fast sicher darauf hin, dass Euch hier jemand eine Fälschung unterjubeln will.
6. Biet-Assistenten nutzen: Tippt ungerade Beträge ein, setzt das Limit kurz vor Auktionsende recht hoch – die meisten bieten in kleinen Schritten und werden dann fix überboten. Checkt vorher den Ladenpreis, z.B. bei www.guenstiger.de!
7. Kauft direkt: Immer mehr Verkäufer haben ihre Waren mehrfach auf Lager. Oft sind sie im Direktvertrieb günstiger als bei der Auktion.
8. Vorsicht bei Gutscheinen: Vor allem Reiseveranstalter versteigern gern Gutscheine mit geringem Anfangsangebot. Die könnt Ihr aber häufig nur für die überteuerten Reisen eines einzigen Veranstalters nutzen.
9. Auf der sicheren Seite: Klärt alle Rahmenbedingungen schon vorab per E-Mail, und hebt die Antworten auf: Wer zahlt beim Computerkauf die Postgebühren, falls das Gerät in Reparatur muss? Gibt es eine Rechnung (interessant für die Steuer)?
10. Betrug sofort meiden: eBay geht Hinweisen nach und schließt Betrüger meist sehr schnell aus. Bei begründetem Verdacht sofort Mail an: sicherheit@ebay.de!
Für Verkäufer:
1. Genaue Beschreibung: Möchtet Ihr z.B. Computer-Hardware verkaufen, nennt Marke, sämtliche technische Daten, Zustand, eventuell Kaufdatum und ob eine Originalrechnung (für Preisnachweis, Garantie, Steuer) vorhanden ist.
2. Top-Fotos: ein Muss! Mit lieblos präsentierten Produkten und Sprüchen wie "Leider kein besseres Foto" vergrault Ihr Euch Kunden. Das erste Bild bei eBay ist gratis, jedes weitere kostet 15 Cent.
3. Seid Sie unverkennbar: Die Art, wie Ihr Eure Waren präsentiert, der Stil Eurer Webseiten, Eure Signatur unter den Mails: Seid authentisch, macht Euch zur Marke – das schafft Vertrauen.
4. Werben – aber ehrlich! Formuliert werblich, haltet Euch dabei den möglichen Käufer vor Augen, beschreibt ausführlich alle positiven Eigenschaften, die für ihn wichtig sein könnten.
5. Auf die Zielgruppe achten: Stellt Euch vor, wer Euer Produkt kauft, und schafft ein passendes Umfeld. Münzensammler (älter, konservativ, Wochenendsurfer) sind andere Käufertypen als jene, die Independent-CDs (oft Nachtsurfer) ersteigern.
6. Bietet mehrfach an: Sehr sinnvoll: Falls relevant, Produkt in mehrere Kategorien einstellen. Ein eigener Online-Shop, derzeit noch kostenlos, bietet die Möglichkeit zu Festpreis-Angeboten. Formatierungen sparsam nutzen, keine Hintergrundbilder (verursachen lange Ladezeit im Browser).
7. Beginnt Euer Angebot bei 1 Euro: Das signalisiert stets ein Schnäppchen. Viele eBayer meiden Auktionen, die bei einer Festpreis-ähnlichen Summe starten. Wenn Sie bei 1 Euro anfangen, kann sich ein leidenschaftliches Wettbieten entwickeln.
8. Markenartikei laufen besser: Nur Marken laufen wirklich gut – vor allem, wenn sie Trendcharakter haben. Das gilt ganz besonders für Klamotten, Schmuck und Möbel.
9. Beantwortet alle E-Mails: Antwortet sofort und höflich auf Fragen: Wenn Ihr 24 Stunden warten, habt Ihr den Kunden dauerhaft verloren.
10. Keine Gebühren abwälzen: Verständlich, wenn ein Verkäufer niedrigpreisiger Produkte die eBay-Gebühren auf den Käufer umlegen will. Wer Höherpreisiges verkauft, vergrault damit aber Kunden.