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Sherlock Holmes: Der verräterische Brief

TypLesung
ThemaKrimi
AutorOliver Schulte
Umfang1 CD
Laufzeit62 Min.
VerlagAudiri
Erscheinungsjahr2006
Preis6,99
ISBNArt.-Nr. 0-00088-888-8 bei Pop.de
BestellungPop.de oder günstigerer Download
SprecherManfred Liptow


Inhalt

Dem Legationsrat Sir William Edwin Shalton wird in anonymer Brief zugestellt, in dem man ihm den genauen Zeitpunkt und Ort für einen Mord ankündigt. Was hat es mit dem Brief auf sich? Wer könnte der Absender sein? Warum die genaue Orts- und Zeitangabe? Auf Empfehlung des Lords Backwater beauftragt Sir William den Meisterdetektiv Sherlock Holmes mit der Klärung des Falles ...


Hörprobe

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Fazit

Rezension von Hörothek-Leser Dirk Janßen von Soundbase online
"Sir Arthur Conan Doyle ist tot, ergo wird er keine weiteren Sherlock-Holmes-Geschichten schreiben. Die Welt braucht aber einen Sherlock Holmes, also werde ich der Figur neue Abenteuer geben." Das ungefähr muss sich Oliver Schulte gedacht haben, bevor er sich in sein eigenes Abenteuer begab, welches hieß: eine neue Sherlock-Holmes-Geschichte schreiben, basierend auf den Vorlagen Doyles, ein eigenes Hörspiellabel gründen und die Geschichte vertonen. Nun ist Oliver Schulte nicht nur Holmes-Fan, sondern auch passionierter Hörspielhörer, der zu seinem Hobby eine eigene Internetseite betrieben hat, auf der er regelmäßig Besprechungen aktueller Produktionen vorgestellt hat. Erfahrungen mit eigenen Hörbüchern hat er beim Vertonen seiner liebsten "Commander Perkins"-Bücher gesammelt, Tipps der Profis konnte er durch freundschaftlichen Austausch von Insidern gewinnen. Damit sollte sein erstes eigenes Hörbuch nicht in Gefahr laufen, ein Reinfall zu werden.

Allerdings ist es schwierig, in die Fußstapfen eines großen Autors zu treten, der zudem noch in einem anderen Jahrhundert gelebt hat. Historische Fakten und Sprachduktus mussten adaptiert werden, um das Feeling der Serie nicht missen zu lassen. Aber wie erwähnt: Oliver Schulte ist Holmes-Fan. Und daher gelingt es ihm (scheinbar) mühelos, seine eigene Geschichte wie aus der Feder Doyles erscheinen zu lassen. Atmosphäre, Witz und Sprache sind stimmig, der Fall zwar nicht originell – er erinnert ein wenig an "Die drei Garridebs" –, aber unterhaltsam. Und trotz geringem Budget kann sich auch die technische Seite sehen lassen. Manfred Liptow (Foto) trägt souverän vor, Oliver Schulte und Raimon Weber (bekannt von "Gabriel Burns") hatten bei der Regie ein gutes Ohr, und auch das Layout inklusive Cover von Marvin Clifford sowie Liner-Notes vom Macher persönlich sind gelungen. Für Sherlock-Holmes-Liebhaber ein Muss!

Bewertungjau!


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